Ausbildungsberufe

Fachkraft (m/w/d) – Abwassertechnik

Die Tätigkeit im Überblick
Fachkräfte für Abwassertechnik reinigen Abwässer und warten Abwasserrohrsysteme. Dazu überwachen und steuern sie die Betriebsabläufe in Kläranlagen und Kanalbetrieben.

Die Ausbildung im Überblick
Fachkraft für Abwassertechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst und in der Industrie.

Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel chemische Industrie (monatlich brutto – je nach Bundesland):

1. Ausbildungsjahr: € 978 bis € 1.027

2. Ausbildungsjahr: € 1.041 bis € 1.121

3. Ausbildungsjahr: € 1.090 bis € 1.184

Beispiel öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber) (monatlich brutto):

1. Ausbildungsjahr: € 968

2. Ausbildungsjahr: € 1.018

3. Ausbildungsjahr: € 1.064

Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.

Quellen
Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Typische Branchen
Fachkräfte für Abwassertechnik finden Beschäftigung in erster Linie

  • in der Abwasserwirtschaft, z.B. in kommunalen und industriellen Kläranlagen
  • in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Abwasserverbänden
  • in Wirtschaftsbetrieben mit eigener Abwasserreinigung

Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung

  • bei Herstellern von klärwerkstechnischen Anlagen
  • bei Betrieben der Seeschifffahrt

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit