In der Ausbildung

Arbeitsmittel selbst bezahlen?

Werkzeug, Berufskleidung, Schulbücher: Du musst nicht alle Arbeitsmittel selbst bezahlen. Manches hat der Chef zu übernehmen. Wer wann das Geld ausgeben muss, erklärt Alireza Khostevan von der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Du musst es nicht hinnehmen, wenn dir der Arbeitgeber Kosten für Werkzeuge aufbürdet. Für alle Arbeitsmittel, die du brauchst, muss dein Ausbilder aufkommen. Darauf weist Alireza Khostevan hin. Zu den Arbeitsmitteln zählen unter anderem Werkzeuge, Materialen oder Berufskleidung.

Bei der Berufskleidung gibt es aber eine Einschränkung: Nicht zu stellen hat dein Chef Kleidung, die du auch privat tragen kannst. Das gilt etwa im Hotelbereich, wenn Azubis in schwarzer Hose und weißem Hemd erscheinen sollen. Diese Kleidung kann auch in der Freizeit genutzt werden.

Die für die Berufsschule erforderlichen Bücher zahlst du selbst. Auch hier gibt es aber eine Ausnahme: Sind die Bücher fachspezifisch und zwingend für die Ausbildung erforderlich, müsse der Betrieb die Kosten tragen, erläutert Khostevan. Ein Beispiel: Angehende Dachdecker haben in der Berufsschule Fächer wie Mathe oder Deutsch. Die dafür benötigte Lektüre müssten Arbeitgeber nicht zahlen. Gibt es aber ein Buch speziell zum Thema Dachdecken, trage der Betrieb die Kosten, erklärt Khostevan.

Quelle: Westdeutsche Zeitung (06.06.2014): Auszubildende müssen Arbeitsmittel meist nicht bezahlen. Unter: www.wz.de (abgerufen am 13.03.2019).


Quelle: www.azubistartpunkt.de