In der Ausbildung

Urlaub

In der Schule waren die Ferienzeiten vorgeschrieben, in der Ausbildung kannst du selbst entscheiden, wann du freinimmst. Was du wissen musst:

Wie viel Urlaub steht dir zu?

Das hängt von deinem Alter ab, sagt Sarah Persicke von der Handelskammer Hamburg. Wenn du volljährig bist, hast du bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens Anspruch auf 20 freie Tage. Wenn du jünger bist, bekommst du etwas mehr: Bei 16-Jährigen sind es bei einer Fünf-Tage-Woche 23 freie Tage, bei 17-Jährigen 21 freie Tage.

Wie nimmst du Urlaub?

Wenn du neu im Betrieb ist, weißt du vielleicht noch nicht, wie das Prozedere ist. Am besten erkundigst du dich bei älteren Kollegen. In der Regel ist es so, dass du deinen Urlaubsantrag bei deinem Ausbilder vorlegst, der ihn unterzeichnet und dann bei der Personalabteilung einreicht. Einen Urlaubsantrag kann dein Arbeitgeber übrigens nur ablehnen, wenn dem wichtige betriebliche Gründe entgegenstehen.

Du solltest darauf achten, dass du den Urlaub in die Berufsschulferien legst. Machst du das nicht, musst du sonst deinen Urlaub für den Schulbesuch unterbrechen.

Kannst du in der Probezeit Urlaub nehmen?

Manchmal braucht man schon in der Probezeit einen Tag Urlaub – etwa weil es ein Familienfest gibt. Rechnerisch steht einem nach dem ersten vollen Monat im Betrieb anteilig ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu, sagt Hans-Georg Meier, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Innerhalb der ersten sechs Monate darfst du ihn aber nur mit Genehmigung deines Ausbilders in Anspruch nehmen. Am besten suchst du in so einem Fall möglichst rasch das Gespräch mit deinem Arbeitgeber. Viele haben Verständnis und geben Azubis frei.

Quelle: Westdeutsche Zeitung (28.08.2015): Urlaub in der Ausbildung. Diese Rechte haben Lehrlinge. Unter: www.wz.de (abgerufen am 13.03.2019).


Quelle: www.azubistartpunkt.de