Vor der Ausbildung

Für die Ausbildung umziehen

Wenn du für deine Berufsausbildung in eine andere Stadt ziehen muss, kann es sein, dass du von der Ausbildungsvergütung allein nicht leben kannst. Nach Angaben der Bundesarbeitsagentur kannst du aber in einer solchen Situation verschiedene Hilfen erhalten:

Duale Ausbildung: Wenn du für eine duale Ausbildung umziehen muss, kannst du Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten. Wie hoch die Summe im Einzelfall ist, hängt unter anderem von der finanziellen Situation deiner Eltern ab. Den Antrag musst du bei der Arbeitsagentur stellen – am besten du sprichst mit deinem Berufsberater. Wichtig ist, den Antrag vor der Ausbildung einzureichen: BAB wird nicht rückwirkend gezahlt.

Schulische Ausbildung: Wenn du eine schulische Ausbildung – zum Beispiel zum Krankenpfleger – machst, so hast du unter Umständen einen Anspruch auf Schüler-Bafög. Das Geld musst  nicht zurückgezahlt werden. Das ist anders als bei Bafög-Empfängern während eines Studiums, die einen Teil des Geldes zurückgeben müssen. Ob und wie viel Bafög du bekommst, hängt vom Einkommen deiner Eltern ab. Den Antrag richtest du an das Amt für Ausbildungsförderung in der Nähe deiner Ausbildungsstätte.

Wohngeld und Jugendwohnheime: Bekommst du weder Bafög noch BAB, kannst du einen Antrag auf Wohngeld stellen. Diesen musst du bei der zuständigen Stelle am neuen Wohnort einreichen. Auf Wohngeld haben alle einkommensschwachen Bürger einen Rechtsanspruch – auch Auszubildende. Außerdem solltest du daran denken, in eines der Jugendwohnheime zu ziehen, die es gerade in größeren Städten häufig gibt. Dort können Lehrlinge kostengünstig wohnen. Eine Liste gibt es unter www.auswaerts-zuhause.de.

Quelle: Westdeutsche Zeitung (07.09.2016): Für die Ausbildung umziehen: Hilfen für Jugendliche. Unter: www.wz.de (abgerufen am 13.03.2019). 


Quelle: www.azubistartpunkt.de